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Montreal

Erin Manning holds a University Research Chair in Relational Art and Philosophy in the Faculty of Fine Arts at Concordia University (Montreal, Canada). She is also the director of the SenseLab

Vague de corps

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VAGUE DE CORPS
Ein Projekt von Stephanie Felber // URAUFFÜHRUNG

In „vague de corps“ befragen Stephanie Felber und ihr Team das Entstehen und die Dynamik von Gruppen. Macht- und Entmachtungsformen, Positionierungen, Entscheidungsprozesse und Führungsstile werden austariert und verhandelt. Den Zuschauer*innen fällt dabei nicht die Rolle des Konsumenten zu. Vielmehr löst die als performative Zusammenkunft von Körpern angelegte Choreografie die Grenzen zwischen Akteur*innen und Publikum ebenso auf, wie jene zwischen festgelegter Partitur und kollektivem Agieren. Choreografie, Raum- , Licht - und Soundgestaltung verschmelzen zu einem multisensitiven Setting, das die Erfahrung verschiedenster Gruppendynamiken ermöglicht. 

„Es geht mir in „vague de corps“ um ein Versuchsfeld, in dem Performer*innen , Licht- , Raum- und Sounddesigner*innen und die Zuschauer*innen zu Aktivisten werden, sie alle sind Werkzeuge und gleichsam Adressaten diesen Vorhabens.“ (Stephanie Felber)

Bei der Erarbeitung von „vague de corps“ beschäftigen sich die Choreografin und ihr Team mit Methoden wie der Scoring-Methode, mit dem Gruppenverhalten von Tierherden, mit Psychoakustik und Wahrnehmungspsychologie, Machstrukturen und Manipulationsfaktoren. 

Akustisch und optisch wird mit Erkenntnissen zur Stimulation von Emotionen via Schall und Licht gearbeitet. So erklingen hörbare und unhörbare Frequenzen und beeinflussen ebenso wie Lichtqualitäten und Lichtfarben das Empfinden der Anwesenden. Licht strukturiert auch den Raum und stellt einzelne Personen, Körperteile, Bewegungen ins Scheinwerferlicht – auch ein Verwirrspiel, das die Grenzen zwischen Darsteller*innen und Besucher*innen verschwimmen lässt.

Choreografisch greift Stephanie Felber Bewegungsqualitäten aus Massenereignissen wie Demonstrationen, Paraden, Popkonzerten, Aufständen auf und verdichtet diese zu Tableaux vivants, erstarrten und zeitenthobenen Posen extremer Agitation/Emotion, die auftauchen und wieder verschwinden, mit der Masse verschmelzen.

„vague de corps“ stellt so Fragen nach Freiheit und Determination, nach Individuum und Masse: Soll ich mich mit dem Schwarm bewegen? Will ich mich mit ihm bewegen, oder will ich abseits stehen? Kann ich mich dem Sog der Anderen entziehen? Übernehme ich die Wut, die Nervosität, die Entspanntheit, die Energie derer neben mir? Und: Wer ist hier überhaupt Publikum und wer Performer?

BETEILGTE
Künstlerische Leitung: Stephanie Felber // Mentorin: Erin Manning // Künstlerische Mitarbeit, Performer*innen: Alexandra Baybutt, Sonia Borkowicz, Jonathan Bringert, Nikolaos Konstantakis, Elsa Mourlam // Sounddesign: Luiza Schulz // Lichtdesign: Pit Schultheiß // Raumgestaltung: Guida Miranda // Produktionsmanagement: Tina Meß, Tanzbüro München // Presse- & Öffentlichkeitsarbeit: Simone Lutz